ÖGPR

Österreichische Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation



Professionen in der Rehabilitation

(in alphabetischer Reihenfolge):

 

Administration

Die Administration im Rehasetting ist eine wesentliche Stütze für einen reibungslosen Ablauf der Rehabilitation. Sie sorgt für die effiziente Organisation und Koordination von Terminen, Ressourcen und Abläufen, wodurch die Qualität der Versorgung gewährleistet wird. Durch eine präzise Dokumentation und Kommunikation zwischen den verschiedenen Fachbereichen trägt die Administration dazu bei, dass Behandlungspläne optimal umgesetzt und administrative Hürden minimiert werden. So ermöglicht sie nicht nur eine hohe Effizienz im Team, sondern auch eine bestmögliche Betreuung der Patient:innen während des gesamten Rehabilitationsprozesses.


 Case & Care Management

 

Das Case und Caremanagement in der Rehabilitation sorgt für eine koordinierte, effiziente und patientenzentrierte Versorgung. Der Rehabilitationsprozess wird organisiert, die Zusammenarbeit aller Beteiligten gesteuert und es wird für die Optimierung des Ressourceneinsatzes sowie eine nahtlose Entlassung und die darauffolgende Nachsorge, gesorgt.  Ziel ist es, Patient:innen langfristig, bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen, Selbstmanagementfähigkeiten zu fördern und soziale sowie psychosoziale Hilfen zu koordinieren.

 

Diätologie

Gezielte Ernährungstherapie kann den Heilungsprozess unterstützen, den Gesundheitszustand stabilisieren und die Lebensqualität verbessern. Diätolog:innen unterstützen bei ernährungsbedingten Erkrankungen und Mangelernährungen und helfen die körperliche Leistungsfähigkeit zu fördern. Durch individuell abgestimmte Ernährungspläne und Beratung werden Patient:innen befähigt, langfristig gesunde Essgewohnheiten zu entwickeln, die ihre Genesung und ihr Wohlbefinden nachhaltig unterstützen.

 

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege

Die Gesundheits- und Krankenpflege stellt die medizinische Versorgung, Pflege und Begleitung der Patient:innen während des gesamten Rehabilitationsprozesses sicher. Sie unterstützt die Genesung durch Wundversorgung, Medikamentenmanagement, Mobilisation und die Förderung der Selbstständigkeit im Alltag. Zudem spielt sie eine wichtige Rolle in der Beratung und Schulung der Patient:innen, um deren Selbstmanagement und langfristige Gesundheitskompetenz zu stärken. Durch enge Zusammenarbeit mit interdisziplinären Team trägt die Pflege maßgeblich zum Rehabilitationserfolg bei.

 

Ergotherapie

Die Ergotherapie ist dafür verantwortlich, Patient:innen zu helfen, alltägliche Aufgaben und Aktivitäten wieder selbstständig zu bewältigen. Durch gezielte Übungen und praktische Ansätze fördert die Ergotherapie die Feinmotorik, Koordination und kognitive Fähigkeiten, sodass Patienten ihre Lebensqualität und Unabhängigkeit zurückgewinnen können. Sie unterstützt nicht nur die physische Rehabilitation, sondern berücksichtigt auch psychosoziale Aspekte, indem sie individuelle Bedürfnisse in den Fokus stellt. Die Ergotherapie trägt somit maßgeblich zu einer ganzheitlichen und erfolgreichen Rehabilitation bei.

 

Klinische Psychologie

Die klinische Psychologie fördert die psychische Gesundheit und das emotionale Wohlbefinden der Patient:innen. Sie hilft, psychische Belastungen wie Ängste, Depressionen oder posttraumatische Belastungsstörungen zu erkennen und zu behandeln, die häufig in Verbindung mit körperlichen Einschränkungen auftreten. Durch gezielte Interventionen unterstützt die klinische Psychologie nicht nur die psychische Stabilisierung, sondern trägt auch dazu bei, die Motivation und die Selbstwirksamkeit der Patient:innen zu stärken, was den Rehabilitationsprozess nachhaltig fördert und den Heilungsprozess ganzheitlich unterstützt.

Med. Masseur:in / Heilmasseur:in
Medizinische Masseur:innen und Heilmasseur:innen spielen eine zentrale Rolle in der Rehabilitation, da sie durch gezielte massagetherapeutische Techniken zur Schmerzlinderung, Muskelentspannung und Wiederherstellung der Beweglichkeit beitragen. Ihre Arbeit unterstützt nicht nur die physische Heilung, sondern auch die psychische Erholung der Patient:innen, indem sie Stress abbauen und das allgemeine Wohlbefinden fördern. In Zusammenarbeit mit dem multiprofessionellen Team ist es das Ziel, die Rehabilitation zu optimieren und eine schnellere Rückkehr zur Alltagsfähigkeit zu ermöglichen. Ihre Expertise ist insbesondere bei der Behandlung von muskel- und skeletalen Beschwerden, postoperativen Nachbehandlungen sowie chronischen Erkrankungen von großer Bedeutung.
Medizin
Mediziner spielen eine zentrale Rolle in der Rehabilitation, da sie für die Diagnose, Behandlung und Überwachung des Heilungsprozesses verantwortlich sind. Sie erstellen individuelle Behandlungspläne, die auf den spezifischen Bedürfnissen der Patient:innen basieren, und koordinieren die Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften wie Physiotherapeut:innen, Ergotherapeut:innen und Psycholog:innen. Durch ihre Expertise in der medikamentösen Therapie, Schmerzlinderung und Überwachung von Komplikationen tragen sie entscheidend dazu bei, die Funktionalität der Patient:innen wiederherzustellen und eine schnelle, nachhaltige Genesung zu fördern. Mediziner sind zudem wichtige Ansprechpartner in der Prävention von Rückfällen und der Förderung eines gesunden Lebensstils, um eine langfristige Genesung zu gewährleisten.

 

Physiotherapie

Die Physiotherapie unterstützt den körperlichen Heilungsprozess der Patient:innen und trägt zur Wiederherstellung der Mobilität  bei. Durch gezielte Bewegungstherapien, manuelle Techniken und funktionelle Übungen hilft die Physiotherapie, Schmerzen zu lindern, die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu verbessern. Sie fördert nicht nur die körperliche Rehabilitation, sondern trägt auch zur Prävention von Folgeerkrankungen bei und ermöglicht den Patient:innen, ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen. So ist die Physiotherapie ein unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen Rehabilitationsstrategie.

 

 

Soziale Arbeit

Die soziale Arbeit im Rehasetting spielt eine zentrale Rolle, indem sie Patient:innen auf psychosozialer Ebene unterstützt. Sie hilft, individuelle Herausforderungen wie soziale Isolation, finanzielle Sorgen oder familiäre Belastungen zu bewältigen, die den Rehabilitationsprozess erschweren können. Durch Beratung, Unterstützung bei der Integration in soziale Netzwerke und die Vermittlung von Ressourcen trägt die soziale Arbeit dazu bei, die Lebensqualität der Patient:innen zu steigern und ihre soziale Teilhabe zu fördern. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen Rehabilitation, die nicht nur den Körper, sondern auch das soziale Umfeld der Patient:innen berücksichtigt.

 

Trainingstherapie

Die Trainingstherapie ist im Rehasetting von großer Bedeutung, da sie gezielt dazu beiträgt, die körperliche Funktionalität der Patient:innen wiederherzustellen und zu verbessern. Durch individuell abgestimmte Übungen und Belastungstraining werden Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit gefördert. Sie unterstützt nicht nur die physische Heilung, sondern hilft auch, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Patient:innen zu steigern. Darüber hinaus trägt die Trainingstherapie zur Prävention von Rückfällen und Folgeerkrankungen bei und ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil des Rehabilitationsprozesses.